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Der Lernprozess entscheidet darüber, wie und in welchen Schritten genau gelernt wird. Das spielt nicht nur eine große Rolle in der Aufbereitung von Unterricht für Lehrer, sondern auch zu Hause, wenn es um Hausaufgaben oder das Lernen auf die nächste Klausur geht.

In diesem Beitrag verrate ich dir, warum ein guter Lernprozess so wichtig ist, wie du einen solchen erstellst und welche Fragen du dir stellen kannst, damit deine Kinder und Schüler besser und nachhaltiger lernen. 

Lernprozess Definition – Was ist ein Lernprozess?

Ein Lernprozess ist eine Reihenfolge an Lernereignissen mit dem Ziel, die zu lernenden Inhalte nachhaltig zu verinnerlichen und bei Bedarf abrufen zu können. Anstatt einfach drauflos zu lernen, kann ein gut ausgearbeiteter Lernprozess das Lernen bewusst steuern und durch einzelne Schritte wesentlich vereinfachen. 

Die verschiedenen Lernstrategien und -methoden werden in den Lernprozess integriert, um somit eine Art Schritt-für-Schritt-Anleitung für erfolgreiches Lernen zu erhalten.

Lernprozess Beispiel 1

Ein Beispiel macht es deutlicher. Normalerweise werden Vokabeln einfach auswendig gelernt, ohne, dass sich der Lernende Gedanken um seinen Lernprozess macht. Um ein Ergebnis zu erreichen, ist mühsames und wiederholendes Lernen die Wahl der meisten Schüler. 

Vergegenwärtigt der Schüler sich diesen Lernprozess, wird er schnell feststellen, dass es auch besser gehen muss. So kann er sich einzelne Schritte ausarbeiten, die ihm helfen, das Vokabeln lernen in seinen Alltag einzubinden. Er kann zum Beispiel POST ITS im Haus anbringen, die ihn mit auf eine Lernreise mitnehmen oder er schaut seine Lieblingsserien in der Sprache, die er lernen will auf Netflix, mit deutschen Untertiteln.  

Es geht darum, das Lernen spannend zu gestalten und einen Prozess zu entwerfen, der gehirngerechtes Lernen ermöglicht. Nur durch gehirngerechtes Lernen kann nachhaltig Wissen behalten werden. Willst du mehr zum gehirngerechten Lernen erfahren, habe ich einen ausführlichen Blogbeitrag für dich verfasst. 

Wie ist ein guter Lernprozess aufgebaut?

Mit diesen Fragen gelangst du zu einem erfolgreichen Lernprozess, der Lernmotivation fördert und Schüler auf ihrer Lernreise unterstützt. 

Wer lernt?

Die erste Frage dreht sich um die Person, die lernt. Welche Persönlichkeit hat dein Schüler oder Kind? Was interessiert ihn? Wofür kann er sich begeistern? Welches Vorwissen bringt er mit? Welche Lernschwächen oder speziellen Bedürfnisse hat er? Welcher Lerntyp ist er

Beantwortest du diese Fragen, dann bekommst du ein gutes Bild deines Schülers oder Kindes. Denn die eine Lernstrategie funktioniert super bei dem einen Kind, während sie bei einem anderen Kind überhaupt nicht greift. Deswegen gilt es erstmal herauszufinden, WER vor dir ist.

Warum lernt dein Kind oder Schüler?

Was ist der innere Antrieb, warum gelernt wird? Welchen tieferen, meist emotionalen Sinn hat der Lernende? Was will er erreichen?

Hier geht es nicht darum, nur gute Noten zu bekommen. Es geht darum herauszufinden, was die Bedeutung für dein Kind ist, die hinter den Noten steckt. Will es Anerkennung und Lob von den Eltern? Hat es ein Ziel, wie eine bestimmte Schule zu besuchen? Was ist an dem Lerninhalt besonders interessant für den Schüler?

Hast du das Warum herausgefunden, ist das Lernen ein Kinderspiel. Denn nichts lässt einen Lernenden besser merken und erinnern, als ein tiefer Grund und ein ihm wichtiges Bedürfnisse zu erfüllen. 

Worum geht es? Was ist das Thema?

Um einen ausgereiften Lernprozess zu erstellen, brauchst du natürlich den Lernstoff und das Thema. Hierbei ist wichtig, dass obwohl der Lernstoff vielleicht zäh und langweilig erscheinen mag, es nicht um das Thema und den Stoff an sich geht, sondern immer um die Art und Weise, also WIE und WARUM gelernt wird. 

Lernprozess Beispiel 2

Hier ein Lernprozess Beispiel für den Englisch-Unterricht. Der Inhalt und das Ziel sind eindeutig. Der Schüler soll die Sprache Englisch lernen und in Schrift, Verständnis und Aussprache beherrschen. 

Falscher und erfolgloser Lernprozess:

  1. Das Kind lernt zuerst zu schreiben
  2. Die Grammatik wird ohne Bezug zur Sprache auswendiggelernt
  3. Ohne direkte Anwendung in der Praxis werden zusammenhangslos Vokabeln gelernt

Das Ergebnis nach vielen Jahren Schulenglisch sind eine gebrochene Aussprache, kaum verinnerlichtes Vokabular und mäßig gute Schreibkenntnisse. 

Richtiger und erfolgreicher Lernprozess nach gehirngerechtem Lernen: 

Gehirngerechtes Sprachenlernen funktioniert nach Vera F. Birkenbihl, einer der größten Lernikonen unsere Zeit folgendermaßen:

  1. Vokabeln und Grammatik lernen sind am Anfang verboten. Erstmal geht es darum, die Struktur der Sprache durch das De-Kodieren zu verstehen. 
  2. Aktives Hören bringt dich in die Praxis der Sprache. Du achtest auf Betonung der Vokale, auf Pausen und darauf, wie sich der Sprachrhythmus anfühlt.
  3. Passives Hören, während du andere Dinge tust, trainiert das Unterbewusstsein auf die Sprache.
  4. Die Sprache zu üben, ist das Wichtigste. Nur indem man spricht und das idealerweise mit Muttersprachlern, kann man besser in einer Sprache werden.

Das Ergebnis nach wenigen Monaten Englisch lernen, mit einem gehirngerechten Lernprozess ist flüssiges Sprechen und sich in der Sprache verständigen können. 

Der Lernprozess entscheidet darüber, ob du langsam, mühsam und gelangweilt Inhalte lernst oder mit Begeisterung, Lernmotivation, schnell und nachhaltig. 

Hinterfrage deswegen die Lernprozesse, die deine Kinder und Schüler anwenden. Sind sie wirklich hilfreich oder bremsen sie den Lernenden?

Idealer Lernprozess für dein Kind und Schüler

Möchtest du einen auf dein Kind oder Schüler zugeschnittenen Lernprozess, dessen Ergebnis nicht nur bessere Noten, sondern vor allem nachhaltiges Lernen voller Begeisterung und Freude ist? Dann ist meine Ausbildung zum Lerncoach ideal für dich.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag aufzeigen, wie wichtig der richtige Lernprozess ist und wünsche dir damit viel Erfolg

Deine Romy

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