Mädchen beim SchreibenDer seelische Druck auf Menschen mit einer Lese- Rechtschreibschwäche oder einer Legasthenie ist oft enorm hoch.

Nicht jeder junge Mensch lernt in der Schule problemlos lesen und schreiben. Viele kämpfen ihr Leben lang damit. Es ist keine Störung, Schwäche oder gar Krankheit!

Die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben ziehen auch häufige Misserfolge in anderen Schulfächern nach sich, in denen die Betroffenen Begabungen haben, sie aber nicht entfalten können. Unverständnis, Vorurteile und Druck schwächen das Selbstwertgefühl und verringern die Lernmotivation und Freude am Lernen. Wichtig ist eine frühzeitige Förderung, damit es zu keinen psychischen Komplikationen kommt.

Mögliche Anzeichen einer Lese- Rechtschreibschwäche oder Legasthenie

Lesen

  • Häufige Fehler beim lauten Lesen
  • Stockendes und langsames bzw. mühsames Lesen
  • Silbenweises Lesen von Wörtern
  • Probleme beim Textverständnis
  • Verweigerung
  • Verrutschen in Textzeilen

Schreiben

  • Häufige Fehler beim Abschreiben
  • Auffällig viele Fehler im Diktat
  • Verwechslung visuell ähnlicher Buchstaben, z.B.: d/b..
  • Verwechslung von Buchstaben auditiv, z.B.: k/g, d/t…
  • Auslassung von Buchstaben, Wörtern und längeren Wortteilen
  • Verwechseln von Buchstabenreihenfolge
  • Fehler aufgrund der Nichtbeachtung bestimmter Rechtschreibregeln
  • Schreibblockaden

Sprache

  • Stockendes oder verwaschenes Sprechen
  • Wortschatzarmut / Wortfindungsstörungen
  • Häufige Bildung von inkorrekten Ausdrücken

Merkfähigkeit

  • Verminderte auditive Merkfähigkeit (z.B. beim Vokabellernen)
  • Verminderte visuelle Merkfähigkeit (z.B. beim Einprägen von neuen Wortbildern)
  • Konzentrationsschwäche

Motorik

  • Ungeschicktheit
  • Erhöhter oder zu niedriger Muskeltones

Verhalten

  • Verringertes Selbstwertgefühl
  • Schulangst
  • Aggressivität
  • Kaspern
  • Hyperaktivität
  • Andere psychosomatische Störungen (Bauchschmerzen, Übelkeit…)

Ursachen einer Lese- Rechtschreibschwäche oder Legasthenie

  • Unterrichtsausfall, Krankheit oder mangelnde didaktische Unterstützung
  • Neurologische oder psychische Erkrankungen
  • Verminderte Aufmerksamkeit
  • Motorische Störungen
  • Einschränkungen im Seh- oder HörvermögenGenetisch
  • Vererbte Legasthenie (dieser Faktor allein verursacht jedoch nicht zwangsläufig eine Legasthenie)
  • Neurobiologisch
  • Die Wissenschaft unterstützen die Annahme, dass die Fähigkeit im Gehirn, visuelle und auditive Informationen wahrzunehmen und zu verarbeiten beeinträchtigt ist.
  • Verringerte, instabile visuelle Wahrnehmung (schnell aufeinanderfolgenden und ähnlichen visuellen Reizen, Einfluss auf das Erkennen von Wortgestalt und Buchstabenpositionen)
  • Verzögerte und beeinträchtigte Verarbeitung auditiver Wahrnehmung (Verarbeitung von Sprachlauten, Unterscheidung von Buchstaben und deren zuzuordnen)

 

Die Erklärung beim Schreiben

Alle Wörter, Wortteile und Buchstaben werden im Gehirn abgespeichert. Bei einer Lese- Rechtschreibschwäche allerdings in vielen unterschiedlichen Schreibweisen. Welches die Richtige ist, ist nun beinahe unmöglich selbst herauszufinden. Dies kann bemerkt werden, wenn der Schreibende stoppt. Das heißt, er geht die verschiedenen Schreibweisen „innerlich“ durch. Wird ein Wort sofort niedergeschrieben, ist meist nur eine Schreibweise vorhanden und die Überzeugung, dass dieses Wort so richtig geschrieben ist. Es gilt also, die falsch gespeicherten Wörter, Wortteile und Buchstaben zu korrigieren (zu überspeichern). Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil und Beschleuniger für diese Lernprozesse.

Ein wichtiges Ziel ist auch, eine passende Lernstrategie für die Rechtschreibung zu erlernen, diese Strategie kann begleitend und selbst von dem Teilnehmer angewandt werden, das stärkt die eigene Kompetenz zur Selbsthilfe. Diese Lernstrategien sind auch für Erwachsene geeignet.


Die Fördermethoden

  • Lese- Rechtschreibförderung mit Bewegung
  • Bewegt Grammatikregeln erlernen
  • Lesetraining und Schreibtraining
  • Erlernen einer passender Rechtschreibstrategie
  • Wahrnehmungstraining mit Bewegung
  • Konzentrationstraining mit Bewegung
  • LernCoaching (Ressourcentraining)

Was mache ich anderes im Vergleich zu anderen Einrichtungen?

Selbstwertstärkung
Mir ist wichtig, dass der Umgang mit dem Thema Rechtschreibung leichter wird. Das heißt nicht nur, sich im Deutschbereich zu verbessern, sondern mental stark zu sein, von sich überzeugt zu sein.  „Ich schaffe es“,  „Ich bin gut so wie ich bin“, „Ich kann alles schaffen was ich möchte“. In jeder Förderstunde kommt eine Intervention (LernCoaching) vor, um genau diese Einstellung als innere Haltung zu bekommen.

Lernen mit Bewegung
Nur schreiben macht einfach keinen Spaß. Mir ist wichtig, dass der Lernende gern kommt. Bewegt Grammatikregeln  erlernen und tiefer in Gehirn verankern, genau dass erreichen wir durch Bewegung.

Strategien zur Selbsthilfe
Mir ist wichtig, dass der Lerneden Strategin an die Hand bekommt, um sich selbst zu helfen. Die meisten haben Vermeidungsstrategien, die werden wir ersetzen in „hilfreiche“ Strategien , so weiß ein Schüler wie er  selbst die richtige Schreibweise im Gehirn abspeichern kann.

Ablauf

Erstgespräch

Das Erstgespräch beginnt mit einem Kennlernen. Ermitteln von: Zielen, Problemen und Ressourcen. Sie erhalten dann von mir eine Einschätzung für eine individuelle Förderung. In diesem Gespräch ist es auch wichtig, dass der Lernende uns kennenlernt. Da lernen immer auch eine Beziehungsarbeit ist.

Umfang

Eine Förderstunde umfasst 45 Minuten und findet wöchentlich oder vierzehntägig statt.

Eltern

Eltern können die Förderung durch ein gezieltes „Hometraining“ unterstützen. Dazu bekommen sie Wahrnehmungsübungen, welches die Konzentration, die Aufmerksamkeit und die kognitiven Fähigkeiten verbessert an die Hand.

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